Veranstaltungen
- 11. Februar 2011: Sir Reg (Swe)
- 18. Februar 2012: Ruhrgebiets Literatur Wettbewerb Lesetour
- 25. Februar 2012: Moryarti (Castrop) & Euphonics
- 03. März 2012: Geschlossene Gesellschaft!
- 14. März 2012: Iva Nova (St. Petersburg)
- 15. März 2012: Cut my Skin + Feuerwasser
- 22. März 2012: The Escalator Haters (CH) + Frau Supertramp
- 24. März 2012: Double Shot (FR) +
- 31. März 2012: My Name Is Music (AT) +
- 05. April 2012: The Capaces (ES) + The Gasoliners
- 13. April 2012: Miss Quincy (Can)
- 14. April 2012: Circle J (NL) +
- 9. Mai 2012: The Burning Hell (Can) + Nick Ferrio & his feelings (Can)
- 18. Mai 2012: Ann Vriend (Can)
06. November 2010: Julia A. Noack
Nun bereits zum dritten mal bei uns und hoffentlich nicht zum letzten mal.
Einlass ab 19:00 Uhr und Beginn um 20:30 Uhr
Alle, die sehnsüchtig auf das neue Album von Julia A. Noack gewartet haben, haben nun Grund zur Freude: Es ist Mai 2010, und die Berliner Musikerin bringt ihr zweites Album auf den Markt. Schon das Erstlingswerk wurde von der Presse als ein ausgereiftes, nuancenreiches, bezaubernd schönes Album mit Langzeitcharakter gelobt. Seither hat Julia A. Noack weiter an ihrer Musik gearbeitet, immer auf der Suche nach neuen Einfl üssen und Erfahrungen, aus denen ihre mal melancholisch- seelenvollen, mal unbeschwert-leichtfüßigen Songs entstehen. Ihr neues Album zeugt von diesem Suchen und Finden, ist geprägt von Aufbruch und Dynamik.
Schon der Titel, 69.9, wirft Fragen auf. Handelt es sich hierbei um eine Radio-Frequenz, eine Messeinheit, eine Temperaturangabe? Oder geht es um den rein mathematischen Formcharakter dieser Zahlen? 69.9 ist nur eine Dezimalstelle vor der 70. Wenn man dies als eine willkürliche, fiktive Grenze zieht, befindet man sich also in einem Moment des Innehaltens, der Spannung und der Ungewissheit: Was passiert, wenn die Ziffern umspringen? Welche Grenze wird dann überschritten, und ist es ratsam oder eher gefährlich, sie zu überschreiten?
Spannung und Veränderung jedenfalls sind auf dem gesamten Album spürbar. Kamen Julia A. Noacks Songs auf der ersten Platte eher im modernen Singer-Songwriter-Look daher, werden mit 69.9 neue Facetten sichtbar. Immer noch geht einem diese unverwechselbare Stimme direkt unter die Haut, ist eindringlich und zwingend. Aber der Gesang ist nun spröder, die Gitarren sperriger, die Texte, Kompositionen und Arrangements experimenteller. Man hört verstärkt Einflüsse aus dem Indie-Bereich; gezielt eingesetzte elektronische Sounds brechen das Akustische immer wieder auf. Und: Man hört die Band. Mit einer Handvoll exzellenter Berliner Musiker, die sie zum Teil auch bei ihren zahlreichen Live-Konzerten begleiten, hat Julia A. Noack im Studio ihres neuen Labels Timezone ein Album eingespielt, das über das klassische Singer-Songwriter-Image hinauswächst. 69.9 ist ideenreich, sprühend, progressiv - und hat doch nichts von der Seele und Warmherzigkeit des Debüt-Albums eingebüßt.








